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娄季初诗词文集

久客天涯已非客,也称黔岭是家乡。

 
 
 

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关于我

娄季初: 德国汉诺威大学热动研究所访问学者,主攻发电厂“定压”与“滑压”运行经济研究,成果及论文在德国应用和发表。历任技术员、工程师、总工程师、厂长、校长等职。中共党员,高级工程师,中国电机工程学会会员,德国工程师协会会员,省诗词楹联学会会员,“五一劳动奖章”获得者。诗词作品散见《中华诗词》和各省市、香港、纽约等诗词报刊。出版《一得斋诗词文集》一卷。

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Die Hoehlenbewohner(高山洞穴人家)  

2007-03-20 19:46:57|  分类: 游记(德文) |  标签: |举报 |字号 订阅

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Die Höhlenbewohner

Von Jichu Lou

 

Als wir im Kreis Ziyun waren, erzählte man uns, dass im Gebirge noch Leute in einer Höhle wohnen, die fast wie Urmenschen leben. In einer Broschüre eines touristischen Reisebüros las ich: „...ein lebendiges Fossil der Menschheit – die Bewohner in der Höhle...“. Also waren wir gespannt. Wir wollten sie besuchen. Ich musste sie besuchen.

Um acht Uhr morgens fuhr unser Bus pünktlich los. Hinter der Brücke Gedang begann der Bergweg. Der Bus fuhr langsam und wackelnd vorwärts ins Gebirge. Wir hatten keinen Reiseführer, weil niemand vom Reisebüro allein mitfahren wollte. Sie mussten mindestens zu zweit sein. Das war für uns zu teuer. Wir mussten immer wieder nach dem Weg fragen, wenn wir zufällig jemanden trafen. Um halb zehn sahen wir eine ältere Frau an einem Häuschen stehen. Als wir sie nach dem Weg fragten, stellte sie sich freundlich vor, dass sie eine Bewohnerin der Höhle sei. Sie war hier zu Besuch bei ihrer Tochter, die mit ihrem Mann hier und nicht mehr in der Höhle wohnt. Sie habe noch einen Sohn, so erzählte die Frau stolz weiter. Ihr Sohn sei der Buergermeister in der Höhle. Sie war gern bereit, uns zur Höhle zu führen. Als wir ihr Geld in die Tasche steckten, sagte sie freudig: „Danke schön!“

Wir verließen den Bus und fingen an, den Berg zu besteigen. Genau gesagt: es war kein Bergsteigen, sondern ein Klettern auf allen Vieren. Es war auch kein Weg, sondern ein von Regenwasser abgespültes und unbearbeitetes Kanälchen. Trotz des kalten Herbstes mussten wir unsere Pullover ausziehen und schwitzten dennoch. Unsere 62-jaehrige Führerin jedoch lief so schnell wie auf einer ebenen Strasse.

Ein Teil der Strecke war zwar flach, aber sehr gefährlich, da sich der Weg direkt am Rand eines großen Felsvorsprunges befand. Man konnte keinen Blick nach unten wagen, wenn keine Gräser am Rand wuchsen.

Gegen 12 Uhr sahen wir Erde auf dem Berghang. Das waren Nahrungsäcker der oberen Höhlen-Menschen, auf denen man nur Mais und Kartoffeln anbauen kann. Ca. 50 Meter weiter vorne sahen wir schon die Höhle. Ach! Endlich sind wir bald da!

In der Höhle waren Häuser, die alle kein Dach und kein Fenster hatten. Die Wände waren aus Bambus gewebt. Im Haus gab es mehrere abgetrennte Bereiche. Sie waren für die Mühle, für das Bett, das auch aus Bambus bestand, und auch für das Vieh. In der Mitte eines größeren Abteils hing ein Kochtopf über dem Erdloch, in dem man Feuer machen konnte. Das war die Küche und wohl auch das Wohnzimmer. Weder das Haus noch die abgeteilten Räume hatten Türen. Ich ging in ein Haus hinein und fragte: „Ist jemand da?“ Ein Knabe, der wie ein Schüler angezogen war, saß in der Ecke der Küche und aß dabei den Taro, den er selbst gekocht hatte. Er sagte zu mir: „Iss doch bitte mit, es schmeckt gut.“ „Gibt es noch etwas?“ fragte ich.

Er schwieg.

In einem anderen Haus saß ein älterer Mann am Eingang des Hauses. Er begrüßte mich und gab mir freundlich einen Hocker. Als ich Platz nehmen wollte, sah ich, dass sich ein junges Mädchen mit einem Jungen schnell in einem hinteren Raum versteckte. Der ältere Mann erklärte: „Der Schulfreund ist zu Besuch.“ So wollte ich sie natürlich nicht stören und nahm schnell Abschied.

Zwei junge Frauen, die sauber und ordentlich wie das Miao-Volk draußen üblich angezogen waren, standen in einer Gasse. Sie erzählten mir auf meine Frage hin: „Hier in der Höhle leben 17 Familien. Wir hoffen, dass wir bald unten auf dem flachen Land leben können, weil es hier wenig Wasser und dadurch nur schlechte Ernten gibt. Aber es gibt keinen Acker für uns.“

Ich wollte herausfinden, ob man hier in der Verwandtschaft heiratet, indem ich eine Frau fragte:

„Wo wohnen Ihre Eltern?“

Sie zeigte auf das benachbarte Haus und antwortete:

„Da.“

„Und was essen Sie im Alltag?“ fragte ich weiter.

„Taro, Süßkartoffeln und Mais, was hier angebaut wird“ antwortete sie.

Ich ging weiter in die Höhle hinein. Da sah ich eine Bambusschule, die ganz neu war. Ein junges Mädchen, normal angezogen wie wir (Han-Volk), stand dort von Leuten umkreist. Ich ging näher heran, so dicht wie möglich in die Nähe des Mädchens, und lauschte ihren Worten.

Ach, sie war sogar meine Landsmännin aus der Provinz Henan. Sie war Krankenschwester in der Stadt Sanmenxia der Provinz Henan und hatte im Fernsehen erfahren, dass es hier sehr knapp an Lehrkräften sei. Sie hatte sich Urlaub genommen und war auf eigene Kosten hierher gekommen, um die Kinder in der Nähe der Höhle zu unterrichten. In der Bambusschule in der Höhle seien, so sagte sie, 5 Lehrer und Lehrerinnen. Da gerade Wochenende war, sei nur sie allein da, weil sie sonst nirgendwo bleiben könne. Sie sei schon 50 Tage hier und noch niemals an einen anderen Ort gegangen, weil sie sich sonst verirren und die Höhle nicht wieder finden würde. Sie hatte in den Tagen in der Höhle noch kein Fleisch oder richtiges Gemüse gegessen. Ein Herr sprach etwas ärgerlich: „Warum baut man hier tief in der dunklen Höhle eine Schule und nicht draußen? Draußen gibt es doch genug Platz. Hier gibt es doch noch keine elektrische Beleuchtung. Die Kinder werden kurzsichtig und warum sollen die Kinder sich für den Tourismus opfern?“

Wir konnten nicht länger hier bleiben, denn der Abstieg von mehreren Stunden lag noch vor uns. Aber wir sind überzeugt, dass man die Bewohner der Höhle nicht als „Horde“ bezeichnen sollte. Sie leben nicht in Utopie. Sie gehören zur Volksminderheit Miao und sind Buerger der Gemeinde Shuitangzhen des Kreises Ziyun.

Das Rad der Geschichte läuft weiter. Jede Sache hat ihre Laufbahn. Den Willen und das Bestreben der Bewohner der Höhle, die Höhle zu verlassen und aus dem großen Gebirge heraus zu gehen, kann niemand unter dem Schein der Öffnungspolitik verhindern. Ich hoffe, wenn ich noch die Gelegenheit haben werde, die Höhle wieder zu besuchen. Dann sehe ich hier nicht mehr das lebendige Fossil, sondern ein Museum der Höhlenbewohner.

 

 

 

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